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Elektroauto, Hybrid oder Mildhybrid: Was ist der Unterschied?

BEV, PHEV, HEV und MHEV: Hinter diesen Kürzeln stecken unterschiedliche Antriebe. Wir erklären, welche Fahrzeuge an die Ladesäule gehören und welche Rolle der Verbrennungsmotor jeweils spielt.

Vier moderne Pkw in unterschiedlichen Farben nebeneinander auf einem Vorplatz; das Fahrzeug links ist mit einer Ladesäule verbunden.

10. Oktober 2026

Das Wichtigste auf einen Blick.

Mit Ladeanschluss: Batterieelektroautos und Plug-in-Hybride können an einer passenden Ladeeinrichtung extern geladen werden.

Ohne Ladekabel: Vollhybride und Mildhybride gewinnen beim Verzögern Energie zurück, benötigen aber weiterhin Kraftstoff.

Hybrid ist nicht gleich Hybrid: Ein Vollhybrid kann kurze Abschnitte elektrisch fahren; beim Mildhybrid steht die Unterstützung des Verbrenners im Vordergrund

Ein Auto wird als „elektrifiziert“ beworben – doch fährt es deshalb schon rein elektrisch? Nicht unbedingt. Vom Verbrenner mit kleiner elektrischer Unterstützung bis zum reinen Batterieauto reicht eine breite Palette. Für die Kaufentscheidung lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Technik und die eigenen Fahrgewohnheiten.

 

Elektroauto: Fahren ausschließlich mit Strom

 

Ein batterieelektrisches Auto, abgekürzt BEV, wird ausschließlich von einem oder mehreren Elektromotoren angetrieben. Einen Verbrennungsmotor und einen Kraftstofftank hat es nicht. Die Energie steckt in einer Batterie, die an einer Wallbox oder einer passenden öffentlichen Ladestation aufgeladen wird.

 

Beim Verzögern kann das Auto einen Teil der Bewegungsenergie in elektrische Energie zurückverwandeln und speichern. Das heißt Rekuperation. Sie ersetzt das externe Laden nicht. Reichweite und Ladezeit hängen unter anderem von Fahrzeug, Temperatur, Fahrweise und Ladebedingungen ab.

 

Im Fahrbetrieb entstehen keine Abgase aus einem Verbrennungsmotor. Für eine vollständige Umweltbilanz zählen aber auch Fahrzeug- und Batterieherstellung sowie die Stromerzeugung. „Elektrisch“ bedeutet deshalb nicht, dass Herstellung und Nutzung keinerlei Umweltbelastung verursachen.

 

Plug-in-Hybrid: Zwei Antriebe und ein Ladeanschluss

 

Ein Plug-in-Hybrid, kurz PHEV, verbindet Verbrennungs- und Elektromotor mit einer extern aufladbaren Batterie. Bei ausreichender Ladung lassen sich viele Alltagswege rein elektrisch zurücklegen. Wie weit das möglich ist und wann der Verbrenner anspringt, hängt vom Modell und den Betriebsbedingungen ab.

 

Der entscheidende Punkt ist das regelmäßige Laden. Wer den Ladeanschluss kaum nutzt, verschenkt einen wesentlichen Vorteil dieses Konzepts. Das Fahrzeug kann zwar weiterhin mit Kraftstoff fahren, trägt aber beide Antriebssysteme mit sich. Niedrige kombinierte Prospektverbräuche lassen sich nicht einfach auf den Betrieb mit entladener Batterie übertragen.

 

Vollhybrid: Elektrische Unterstützung ohne Ladekabel

 

Beim Vollhybrid, häufig mit HEV bezeichnet, arbeiten ebenfalls Verbrennungs- und Elektromotor zusammen. Der kleinere Akku wird durch Rekuperation und bei Bedarf über den Verbrennungsmotor geladen. Einen Anschluss zum externen Laden gibt es nicht.

 

Ein Vollhybrid kann je nach Fahrsituation kurze Abschnitte rein elektrisch zurücklegen, beispielsweise beim langsamen Anfahren oder im Stadtverkehr. Die Bezeichnung „selbstladend“ bedeutet dabei nicht, dass kostenlos Energie entsteht: Die Energie stammt letztlich aus dem Kraftstoff beziehungsweise wird beim Verzögern teilweise zurückgewonnen.

 

Mildhybrid: Der Verbrenner bleibt im Mittelpunkt

 

Ein Mildhybrid, kurz MHEV, ergänzt den Verbrennungsmotor um ein vergleichsweise kleines elektrisches System, häufig mit 48 Volt. Es unterstützt etwa beim Anfahren und Beschleunigen, ermöglicht komfortable Motorstarts und gewinnt beim Bremsen Energie zurück.

 

Längere rein elektrische Fahrten sind damit nicht vorgesehen. Bei klassischen Mildhybriden ist eigenständiges elektrisches Fahren normalerweise gar nicht möglich; die konkreten Funktionen unterscheiden sich jedoch zwischen den Systemen. Extern geladen wird ein Mildhybrid nicht. Die Bezeichnung allein sagt daher wenig darüber aus, wie groß die tatsächliche Kraftstoffersparnis ausfällt.

 

Die Unterschiede auf einen Blick

 

Antrieb

Extern laden

Rein elektrisch fahren

Elektroauto (BEV)

Ja

Immer

Plug-in-Hybrid (PHEV)

Ja

Je nach Ladestand und Betriebsbedingungen

Vollhybrid (HEV)

Nein

Kurze Abschnitte, situationsabhängig

Mildhybrid (MHEV)

Nein

Normalerweise nicht; systemabhängig

 

Welche Lösung passt, hängt von Ihren täglichen Strecken, verfügbaren Ladeplätzen und den Gesamtkosten ab. Vergleichen Sie konkrete Fahrzeuge statt nur die Antriebsnamen: Ein Ladeanschluss, die elektrische Reichweite und der Verbrauch bei entladener Batterie sind aussagekräftiger als ein allgemeines „Hybrid“-Versprechen.

 

TIPP: Lassen Sie sich bei einer Probefahrt zeigen, wann das Fahrzeug rein elektrisch fährt und wann der Verbrenner startet. Fragen Sie bei einem Plug-in-Hybrid ausdrücklich nach Ladeleistung und Verbrauch mit entladener Batterie – und prüfen Sie vorher, wo Sie regelmäßig laden könnten.

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