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Maut und Vignetten: Was vor der Urlaubsfahrt wichtig ist

Vignette kaufen und losfahren? Nicht immer reicht das. Warum Gültigkeitsbeginn, Kennzeichen und zusätzliche Streckenmaut entscheidend sind – und weshalb auch Autobahnen ohne Schranken Geld kosten können.

Ein dunkelblauer Kombi fährt auf eine Mautstation zu, im Hintergrund liegt eine Berglandschaft.

17. Oktober 2026

Das Wichtigste auf einen Blick.

Bei digitalen Vignetten Kennzeichen, Fahrzeugklasse und Gültigkeitsbeginn prüfen.

ine Vignette deckt nicht automatisch jede Tunnel- und Streckenmaut ab.

Ohne Mautschranke kann trotzdem eine Zahlung nach der Durchfahrt nötig sein.

Österreich: Ab 2027 wird die Vignette ausschließlich digital

Update vom 20. Oktober 2026

Wer nach Österreich fährt, muss sich künftig vom Aufkleber an der Windschutzscheibe verabschieden: Ab dem Vignettenjahr 2027 gibt es die Vignette nur noch digital. Die Mautpflicht bleibt bestehen – abgeschafft wird lediglich die Klebevignette.

Die digitale Vignette ist an das Fahrzeugkennzeichen gebunden. Ein Smartphone oder ein eigener Internetzugang ist für den Kauf nicht erforderlich: Sie erhalten die Vignette auch weiterhin beispielsweise an Tankstellen, Mautstellen und bei Automobilclubs.

TIPP: Prüfen Sie beim Kauf das hinterlegte Kennzeichen, das Zulassungsland und den Gültigkeitsbeginn sorgfältig. Ein Tippfehler kann dazu führen, dass für Ihr Fahrzeug keine gültige Vignette hinterlegt ist.




Wer mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte neben der Route auch die Straßengebühren einplanen. Denn ein einheitliches europäisches Mautsystem gibt es nicht. Je nach Land bezahlen Sie für einen bestimmten Zeitraum, für die gefahrene Strecke oder für einzelne Tunnel und Straßenabschnitte.

Dabei zählt nicht nur das Urlaubsland. Auch eine kurze Durchreise kann mautpflichtig sein. Wer die gesamte Hin- und Rückfahrt vorab prüft, vermeidet unnötige Kosten und Ärger unterwegs.


Vignette und Streckenmaut: Was ist der Unterschied?

Eine Vignette berechtigt dazu, bestimmte Straßen innerhalb eines festgelegten Zeitraums zu nutzen. Es gibt sie je nach Land als Aufkleber, als digitale Variante oder ausschließlich elektronisch. Die digitale Vignette wird dem Kennzeichen zugeordnet.

Bei einer streckenbezogenen Maut richtet sich die Gebühr dagegen nach der befahrenen Strecke und der Fahrzeugklasse. Solche Systeme finden Sie beispielsweise auf vielen Autobahnen in Frankreich und Italien.

Zusätzlich können einzelne Tunnel, Brücken oder Gebirgsstrecken gesondert kostenpflichtig sein. Eine vorhandene Vignette bedeutet deshalb nicht automatisch, dass sämtliche Gebühren für die Reise bezahlt sind.


Österreich: Digital gekauft heißt nicht immer sofort gültig

Beim privaten Onlinekauf einer digitalen österreichischen Zwei-Monats- oder Jahresvignette im ASFINAG-Mautshop gilt eine wichtige Besonderheit: Sie kann frühestens ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig werden.

Für die digitale Ein-Tages- und Zehn-Tages-Vignette entfällt diese Wartefrist. Auch beim Kauf digitaler Vignetten an bestimmten Verkaufsstellen vor Ort ist eine sofortige Gültigkeit möglich. Entscheidend ist der tatsächlich bestätigte Gültigkeitsbeginn.

Achtung bei der Ein-Tages-Vignette: Sie gilt für einen Kalendertag, nicht für beliebige 24 Stunden ab dem Kauf.

Auf bestimmten österreichischen Strecken fällt außerdem eine eigene Streckenmaut an, etwa auf der Brennerautobahn oder für den Tauern- und Katschbergtunnel. Auf den eigentlichen Streckenmautabschnitten ersetzt sie die Vignette; für die Autobahnzufahrt kann trotzdem eine Vignette erforderlich sein.


Schweiz und Slowenien: Das passende Produkt wählen

Die Schweiz bietet eine Jahresvignette als Klebe- oder E-Vignette an. Eine günstigere Wochen- oder Monatsvignette gibt es nicht. Die Jahresvignette gilt vom 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres – nicht für zwölf Monate ab Kauf.

In Slowenien wird für vignettepflichtige Fahrzeuge eine E-Vignette genutzt. Hier müssen unter anderem Kennzeichen, Zulassungsland und Mautklasse stimmen. Gerade bei höheren Fahrzeugen sollte die Einstufung vor dem Kauf geprüft werden.

Für Wohnmobile und Gespanne gelten je nach Land besondere Regeln. Übertragen Sie die Angaben für einen normalen Pkw deshalb nicht ungeprüft auf Ihr Fahrzeug.


Keine Schranke bedeutet nicht kostenlose Fahrt

Auf einigen französischen Autobahnen wird die Maut im fließenden Verkehr erfasst. Kameras und Sensoren registrieren das Fahrzeug, ohne dass Sie an einer Schranke anhalten.

Wenn keine automatische Abrechnung eingerichtet ist, müssen Sie die Fahrt selbst bezahlen. Auf den französischen Free-Flow-Strecken ist dies grundsätzlich innerhalb von 72 Stunden nach der Durchfahrt erforderlich, beispielsweise über die Internetseite des zuständigen Betreibers.

Warten Sie deshalb nicht auf eine Rechnung. Eine versäumte Zahlung kann zusätzliche Forderungen nach sich ziehen.


Vor dem Bezahlen genau hinsehen

Nutzen Sie möglichst die offiziellen Betreiberportale oder autorisierte Verkaufsstellen. Prüfen Sie vor dem Abschluss den Gesamtpreis und mögliche zusätzliche Servicegebühren.

Kontrollieren Sie anschließend die Bestätigung: Stimmen Kennzeichen, Zulassungsland, Fahrzeugklasse und Reisezeitraum? Denken Sie auch an die Rückfahrt. Eine für den Hinweg passende Kurzzeitvignette kann bis dahin bereits abgelaufen sein.


TIPP: Notieren Sie für jedes Land auf Ihrer Route kurz: Welche Maut fällt an, wann wird bezahlt und wie lange gilt das gekaufte Produkt? Speichern Sie die Bestätigungen griffbereit auf dem Smartphone.

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