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Probefahrt beim Autokauf: Gut vorbereitet statt nur einmal um den Block

Eine Probefahrt zeigt, ob ein Auto technisch und im Alltag zu Ihnen passt. Mit einer passenden Strecke und klaren Absprachen zu Versicherung und Haftung fahren Sie besser vorbereitet los.

Eine Frau stellt vor der Probefahrt Sitz und Innenspiegel eines geparkten Autos ein, während der Verkäufer daneben wartet.

21. Oktober 2026

Das Wichtigste auf einen Blick.

Klären Sie vor dem Start Versicherungsschutz, Selbstbeteiligung und die Haftung für mögliche Schäden.

Eine aussagekräftige Probefahrt umfasst unterschiedliche Straßen und typische Alltagssituationen.

Halten Sie vorhandene Schäden vor der Fahrt und den Fahrzeugzustand bei der Rückgabe fest.

Im Stand wirkt das Auto überzeugend. Doch sitzen Sie auch nach einer halben Stunde noch bequem? Lässt es sich gut einparken, schaltet es sauber und bleiben ungewöhnliche Geräusche aus? Eine Probefahrt hilft, diese Fragen zu beantworten. Dafür lohnt es sich, mehr einzuplanen als eine kurze Runde um den Häuserblock.


Vor dem Start Versicherung und Haftung klären

Bringen Sie Ihren gültigen Führerschein mit und lassen Sie sich erklären, wie das Fahrzeug während der Probefahrt versichert ist. Gehen Sie weder beim Händler noch beim privaten Verkäufer einfach von einem vollständigen Schutz aus.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt grundsätzlich Schäden ab, die anderen entstehen. Für selbst verursachte Unfallschäden am gefahrenen Auto ist dagegen eine entsprechende Vollkaskoversicherung wichtig. Auch dann können eine Selbstbeteiligung und weitere Kosten, etwa durch eine Rückstufung, eine Rolle spielen.

Halten Sie die Absprachen schriftlich fest. Dazu gehören Fahrer, Fahrzeug, Dauer, erlaubte Strecke beziehungsweise Kilometerzahl sowie Versicherungs- und Haftungsregelungen. Lesen Sie die Vereinbarung vollständig, bevor Sie unterschreiben.

Lassen Sie den Verkäufer bestätigen, dass Sie das Auto fahren dürfen und der Versicherungsschutz dafür geklärt ist. Bei einem abgemeldeten Fahrzeug muss zunächst eine zulässige Lösung für die Fahrt auf öffentlichen Straßen organisiert werden.


Erst einstellen, dann losfahren

Schauen Sie sich das Fahrzeug vor der Übernahme gemeinsam an. Bereits vorhandene Kratzer oder Dellen sollten dokumentiert werden, damit später keine Diskussion über deren Entstehung entsteht.

Stellen Sie Sitz, Lenkrad und Spiegel sorgfältig ein. Prüfen Sie, ob Sie gut ein- und aussteigen, die Pedale bequem erreichen und die Anzeigen ablesen können. Lassen Sie sich ungewohnte Funktionen erklären – besonders bei Automatikfahrzeugen oder Elektroautos.

Auch praktische Fragen gehören dazu: Passt der Kindersitz? Ist der Kofferraum für Ihre Einkäufe, den Rollator oder das Urlaubsgepäck geeignet? Solche Dinge lassen sich vor Ort besser beurteilen als anhand von Prospektangaben.


Eine Strecke wählen, die zum Alltag passt

Sprechen Sie die Route vorher ab. Sinnvoll ist eine Mischung aus Stadtverkehr, Landstraße und – wenn passend und vereinbart – Autobahn. Eine bekannte Strecke erleichtert es, sich auf das Auto zu konzentrieren.

Achten Sie beim normalen Beschleunigen und Schalten auf ungewöhnliche Geräusche, Ruckeln oder Verzögerungen. Beobachten Sie, ob das Fahrzeug beim üblichen Bremsen unauffällig bleibt und sich die Lenkung präzise anfühlt. Lassen Sie dabei beide Hände am Lenkrad und verzichten Sie auf riskante Fahrmanöver.

Schalten Sie das Radio zeitweise aus, damit Klappern, Brummen oder andere Geräusche nicht überdeckt werden. Eine Begleitperson kann Beobachtungen notieren, während Sie sich auf den Verkehr konzentrieren.

Probieren Sie außerdem Einparken und Rangieren aus. Gute Übersicht, ein passender Wendekreis und verständliche Bedienung sind im Alltag oft wichtiger als einzelne Ausstattungsdetails.


Nach der Fahrt in Ruhe auswerten

Prüfen Sie bei der Rückgabe gemeinsam den Zustand des Fahrzeugs und lassen Sie diesen möglichst schriftlich bestätigen. Halten Sie Auffälligkeiten fest und fragen Sie nach ihrer Ursache. Eine Erklärung wie „Das machen die alle“ ersetzt keine technische Klärung.

Eine Probefahrt kann Hinweise liefern, aber nicht jeden versteckten Mangel ausschließen. Bei Zweifeln ist ein unabhängiger Check sinnvoll. Unterschreiben Sie den Kaufvertrag erst, wenn offene Fragen beantwortet sind.


TIPP: Notieren Sie vorab fünf Dinge, die Ihr nächstes Auto unbedingt können muss. Prüfen Sie diese während des Termins bewusst – vom bequemen Einstieg bis zum Einparken vor Ihrer Haustür.

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