Seit dem Spatenstich 2016 ist viel Zeit vergangen – jetzt nimmt die Umgehung Eschershausen wieder Fahrt auf
Der erste Spatenstich für die Nordostumgehung Eschershausen erfolgte bereits am 6. Oktober 2016. Danach wurde es lange Zeit ruhig um das Straßenbauprojekt. Nun kommt wieder Bewegung in die Arbeiten: Bei Wickensen haben vorbereitende Kanalarbeiten begonnen, anschließend soll der Bau der ersten Brücke starten.
Warum wird die Umgehungsstraße gebaut?
Eschershausen liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 64 und B 240. Beide Straßen sind wichtige Verkehrsverbindungen für den Landkreis Holzminden.
Die B 64 verbindet die Region unter anderem mit Höxter, Paderborn und der Autobahn A 7 bei Seesen. Über die B 240 besteht eine wichtige Verbindung in Richtung Hildesheim und Hannover. Entsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen innerhalb von Eschershausen.
Die Nordostumgehung soll insbesondere Eschershausen und Scharfoldendorf vom Durchgangsverkehr entlasten. Weniger Verkehr innerhalb der Orte kann zu einer geringeren Belastung durch Lärm und Abgase führen. Gleichzeitig sollen der regionale Verkehrsfluss und die Verbindung in Richtung Hannover verbessert werden.
Spatenstich 2016 – danach folgte eine lange Verzögerung
Obwohl der offizielle Baubeginn bereits 2016 gefeiert wurde, kamen die Arbeiten anschließend nur langsam voran. Nach einem Bericht der TAH sorgten unter anderem schwierige geologische Verhältnisse für erhebliche Probleme. Eine ungewöhnliche Gesteinsformation machte zusätzliche Untersuchungen und Anpassungen notwendig.
Für viele Menschen in der Region entstand dadurch der Eindruck, dass das Projekt vollständig zum Stillstand gekommen sei. Ganz aufgegeben wurde die Nordostumgehung jedoch nicht. Planungen, Untersuchungen und vorbereitende Arbeiten liefen im Hintergrund weiter.
Jetzt werden die Bauarbeiten fortgesetzt
Im Bereich Wickensen wurde inzwischen mit Kanalarbeiten begonnen. Als nächster größerer Schritt ist der Bau der ersten von insgesamt vier geplanten Brücken vorgesehen.
Die neue Trasse soll vom geplanten Kreisverkehr westlich von Scharfoldendorf bis zum östlichen Anschluss bei Wickensen führen. Sie umfasst außerdem eine neue Anbindung der Landesstraße 484 im Bereich Holzen.
Die eigentliche Nordostumgehung ist etwa 4,6 Kilometer lang. Hinzu kommt die Verlegung eines rund 1,3 Kilometer langen Abschnitts der B 240. Insgesamt entstehen somit ungefähr 5,9 Kilometer neue Bundesstraße.
Fertigstellung derzeit für 2031 vorgesehen
Nach dem aktuell veröffentlichten Zeitplan soll die Nordostumgehung im Jahr 2031 fertiggestellt werden. Bis dahin sind noch umfangreiche Erd-, Straßen- und Brückenbauarbeiten erforderlich.
Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung können sich allerdings Zeitpläne verändern. Witterung, Bodenverhältnisse, Ausschreibungen und weitere technische Herausforderungen können den Ablauf beeinflussen. Die Angabe 2031 sollte deshalb als derzeitiger Planungsstand verstanden werden.
Nordostumgehung und Westumgehung sind zwei verschiedene Projekte
Die Nordostumgehung ist der erste Bauabschnitt der geplanten Entlastung Eschershausens. Sie soll Eschershausen und Scharfoldendorf zunächst teilweise vom Durchgangsverkehr entlasten.
Eine vollständige Entlastung soll erst mit einer zusätzlich geplanten Westumgehung im Zuge der B 64 erreicht werden. Diese befindet sich noch in der Planungsphase und ist nicht mit den jetzt fortgesetzten Bauarbeiten an der Nordostumgehung zu verwechseln.
Was bedeutet das für die Region?
Für die Menschen in Eschershausen und Scharfoldendorf ist die Fortsetzung der Arbeiten ein wichtiges Signal. Nach vielen Jahren wird das lange angekündigte Projekt wieder sichtbar.
Von der Umgehungsstraße könnten künftig nicht nur die unmittelbar betroffenen Orte profitieren. Auch Pendler, Unternehmen und andere Verkehrsteilnehmer zwischen Holzminden, Höxter, Hildesheim und Hannover erhoffen sich eine bessere und verlässlichere Verkehrsverbindung.
Bis zur geplanten Fertigstellung ist allerdings weiterhin Geduld erforderlich. Während der Bauarbeiten kann es zeitweise zu geänderten Verkehrsführungen oder Behinderungen kommen. Verkehrsteilnehmer sollten deshalb aktuelle Hinweise der Straßenverkehrsbehörden beachten.
Stand: September 2026. Zeitpläne und Bauabläufe können sich ändern.




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